Spielend ins Leben

„Wir sehen in Ihrem Kind einen einmaligen Schatz mit ganz persönlichen Gaben“.

Die frühe Kindheit, gerade im Kindergartenalter zwischen 3 und 6 Jahren ist im Hinblick auf die Schule die lernintensivste Zeit eines Kindes. Der Drang nach Neuem, dem Erfinden und Erforschen der eigenen Umwelt sehen wir im Kindergarten als einen einmaligen Schatz, dem wir durch das Begleiten und Fördern eines Kindes einen hohen Stellenwert einräumen.

Die Kinder mit allen Sinnen auf das Leben vorzubereiten ist eines unserer Ziele, dabei bieten wir ihnen unterschiedlichste Materialien, Rückzugsgelegenheiten und Themenbereiche, in denen sich die Kinder frei bewegen und entfalten können.

Durch die Initiierung von Projekten und das Aufgreifen der Ideen eines Kindes ermöglichen wir, dass die Kinder Akteure ihres eigenen Bildungsweges werden. Im Vordergrund dabei stehen bei uns die Akzeptanz und ein positives Bild vom Kind.
Wir sind kompetente Partner im Forschungsprozess, indem wir ihnen die Möglichkeit geben, durch eine anregende und Impuls gebende Atmosphäre immer einen Schritt weiter zu gehen.

In der Rolle als „Begleiterin“ sehen wir das Kind als eigentlichen Akteur und Konstrukteur seiner eigenen Entwicklung. Wir ermöglichen den Kindern Freiräume, damit sie die Chance bekommen, an sich selbst zu glauben und eigene Fähigkeiten zu entdecken. Die Kinder erhalten auf ihre Fragen keine fertigen Lösungen oder gar Vorträge wie etwas funktioniert, sondern nur „Hilfe zur Selbsthilfe“, indem sie benötigte Materialien für Experimente, Forschungen und Überlegungen erhalten oder indem die Pädagogin bei der Beschaffung von Informationen und Bildmaterial hilft. Um das Kind in seinem Selbst-Lern-Prozess zu stärken, braucht es die Pädagogin als Wegbegleiterin.
Vielleicht fragt die Pädagogin das Kind auch: „Was denkst du? Wie könnte das funktionieren? Kannst du dir eine Lösung vorstellen? Wen könnten wir fragen?“. Sie sieht das Anrecht jedes Kindes auf Selbstbestimmung und wird zusammen mit dem Kind zur „Forscherin“, begleitet es und vermittelt dem Kind, dass das Entdecken der richtigen Fragen wichtiger ist als das Finden der richtigen Antworten.
Das pädagogische Planen wird Teil dieses Begleitprozesses. Es werden Beobachtungen dokumentiert und im Hinblick auf die Weiterentwicklung des Kindes interpretiert, was das einzelne Kind für seine Entwicklung braucht und wie wir seinen Bedürfnissen gerecht werden können. So wird die Pädagogin zur „Beobachterin“.

Lernen geschieht aber auch durch die Kommunikation in der Gemeinschaft. Aufgrund der breiten Altersmischung von der Kinderkrippe bis zu den Schulkindern erwerben die Kinder einen Teil ihres Wissens durch das Spiel mit Gleichaltrigen als auch mit Kindern anderer Entwicklungsstufen. (siehe "Raum als dritter Erzieher")